Nach 4 Tagen Bangkok hatten wir genug vom Großstadttrubel und machten uns vom Hauptbahnhof Hua Lumphong mit dem Nachtzug auf nach Sura Thani im Süden Thailands. Mit dem Taxi ging es dazu erstmal für 90 Baht (ca. 2 €) zum Touristenzentrum, wo wir einen Tag zuvor unsere Reise nach Koh Samui planten, um alle notwendigen Unterlagen in Empfang zu nehmen. Anschließend zogen wir mit unserem Gepäck und den Tickets los zum Bahnhof, wo Martin uns dann noch eine kleine Stärkung von Mc Donalds besorgte, während ich mir das Treiben im Hua Lumphong (Bahnhof) anschaute. Ohne eine Ahnung, denn die Anzeigen waren alle auf thailändisch fragten wir uns zu unserem Zug durch, für den wir Platzkarten 2. Klasse besaßen. Alles verlief reibungslos und so schlossen wir im Zug schnell Freundschaft mit unserem Sitznachbarn Alfonso aus China. Was heißt China, eigentlich ist er ursprünglich aus Spanien, lebt aber schon seit vielen Jahren in China. Wir lachten wirklich viel, denn der 49 jährige Alfonso hatte viele lustige Geschichten im Gepäck. Da er noch nix gegessen hatte bestellte er sich von der Bordküche etwas und gab auf die neue Freundschaft ein Bier aus. Daraus wurden dann noch zwei, drei und so weiter
. Später stieg dann noch eine Thailänderin zu, die zu ihrem bedauern den noch freien Platz neben Alfonso hatte. Anfangs noch schüchtern schaffte es Alfonso mit seiner aberwitzigen Art die Unimitarbeiterin zum sprechen zu bringen. So plauderten wir munter drauf los und versuchten die gute Frau mit in unser Gespräch zu integrieren. Ich möchte garnicht wissen was sie das ein oder andere Mal von uns gedacht haben mag. Gegen Mitternacht machten wir uns dann in die aus Sitzen umgebauten Betten. Vorher noch zur Toilette und Zähne putzen. Auch wenn es ziemlich laut und ruckelig war, schliefen wir doch recht gut und wachten erst wieder auf als die ersten Verkäufer schreiend durch den Zug kamen: “fresh melon, fresh melon?!” Hallo, es war 6:00 Uhr morgens und die baten den Leuten Frische Melone an, oh mein Gott dachte ich und drehte mich nochmal um bis dann die nächsten mit Kaffe durchkamen. Mit dem Schlafen war es also vorbei und so schauten wir ersteinmal ob all unsere Sachen noch da waren, nix geklaut und alles noch da. Martin und Alfonso kroch auch so langsam aus ihren Kojen und so lachten wir am Morgen auch schon wieder zusammen.
Fahrt von Hua Lumphong (Bangkok) über Sura Thani nach Koh Samui:
Endlich waren wir in Sura Thani angekommen und für die meisten der Reisenden war dies auch deren Zielbahnhof. Zu unserer Freude waren ziemlich viele Junge Leute unter den Leuten die hier ausstiegen, später wussten wir auch den Grund dafür. Schließlich standen wir wenige Tage vor der Weltbekannten Full Moon Party auf Koh Phangan die jeden Monat einmal stattfindet. Aber ersteinmal ging es mit dem Bus weiter vom Bahnhof zur Fähre, die uns rüber nach Koh Samui bringen sollte. Am Hafen angekommen warteten wir ca. eine Stunde bei strahlendem Sonnenschein (ach was, es war verdammt heiß) auf die Fähre. nach und nach kamen immer mehr Busse am Hafen an und wir fragten uns ob die denn alle mit einer Fähre fahren wollen. Und ja sie fuhren alle mit einer Fähre, wie dies ausschaut seht ihr auf dem Bild. Alle Reisenden hatten schließlich noch einen Koffer oder ein Backpack mit sich, was auch irgendwie mit auf das Schiff musste.
Informationen zur Fahrt Bangkok - Sura Thani:
| Ort: | Hua Lumphang (Bangkok Hbf) |
| Uhrzeit: | 19:30 Uhr |
| Dauer: | 12 Stunden |
| Übernachtung: | Im Zug werden die Sitze zu Betten umgebaut, Bettzeug ist vorhanden! |
| Ausstattung: | Air Condition, Waschbecken, WC, Bordrestaurant, z.B. Bier 150 Baht) |
| Hinweise: | Mit dem Nachtzug ist man ca. 6:30 Uhr morgens ausgeschlafen in Sura Thani und kann die erste Fähre rüber nach Koh Samui nehmen. Für die Fahrt ist 2. Klasse (Sleeper) ausreichend. |
| Kosten: | 680 - 770 Baht (nur Nachtzug 2. Klasse) |
| 948 Baht (Kombiticket Zug & Fähre) | |
| Mehr Infos: | State Railway of Thailand oder Preise und Fahrtzeiten |
Am Mittwoch gegen Mitternacht gut in Bangkok gelandet machten wir uns direkt mit dem Taxi auf zum Hotel Heritage Baan Silom, was nun unser Domizil für 4 Tage war, bevor es über Sura Thani rüber nach Ko Samui gehen sollte. Die Zeitumstellung meisterten wir in Richtung Heimat besser als damals in die entgegengesetzte Richtung. Nach 6 Stunden schlaf waren wir wieder putzmunter und frühstückten ausgiebig im Hotel. Danach ging es auch schon auf Entdeckungstour in die tropische 12 Millionen Metropole. In einer Schhlangenfarm konnten wir sogar beobachten wie sich eine Königskobra ihr altes Gewand abstreifte. Kulinarische Genüsse gab es überall zu traumhaft günstigen Preisen. Auch wenn wir manchmal kleine Snacks vom Grill direkt an einer 8 spurigen Strasse zu uns nahmen, bekam uns die thailändische Küche sehr gut.
Frühstück im Starbucks direkt vor unserem Hotel und los ging es auf Bangkok Besichtigungstour. Ein erster Blick auf den Stadtplan erschreckte uns ein wenig, denn Bangkok ist flachenmäßig mit 1.600km² fast doppelt so groß wie Berlin. Nachdem wir zahlreiche Tempel durchforstet hatten, kamen wir ins Gespräch mit einem Thai, der sich später als undecover Policeman autete. Unser Glück, denn er gab uns viele nützliche Informationen. So erfuhren wir von ihm, dass ein Tag zuvor der König Bhumibol Adulyadej im soeben besuchten Tempel zu Besuch war und die Regierung aus diesem Grund einiges investierte um Demos und Aufstände zu vermeiden. Überall Armee und Polizei, das konnte auch nicht normal sein. Gelbe Flaggen und rot gekleidete Menschen schmückten die Strassen und im Zentrum fand eine große Demo (die wenige Wochen auch zum Thema in den deutschen Nachrichten wurde) statt. Der Undercover Policeman riet uns ein Tuk Tuk zu nehmen und schrieb uns alle wesentlichen Informationen auf ein kleines Blatt Papier. Für sage und schreibe 20 Baht (0,50 €) fuhr uns das Tuk Tuk dann 2 Stunden durch die Stadt und brachte uns von einer Attraktion zur nächsten. Grund dafür war, das der Fahrer des Tuk Tuks Benzingutscheine von den jeweiligen Standorten bekam. So besichtigten wir einige weitere Tempel und zwei Dressmarts. Scheinbar wussten von dieser Aktion nicht viele Touristen denn die Tempel waren nicht so überlaufen wie einige zuvor. Im ersten Tempel kamen wir mit einem Thai in Kontakt der uns das Ritual des Buddhismus ein wenig erläuterte. Er sprach perfekt Englisch was die Sache um einiges einfacher machte. Nächstes Ziel war ein Touristenzentrum, wo wir Karten für einen angesagten Thaiboxkampf ergattern konnten. Zufälligerweise kämpfte an diesem Tag der Thai-Champion was dieses Event auch für Thais selber attraktiv werden ließ. Wir hatten an diesem Tag soviel Glück, Grund dafür musste wohl Martins Greenstone sein, welchen er in Neuseeland bekommen hatte.
Vom 24.02. bis 26.02. hieß es auf nach Stewart Island, der drittgrößten und südlichsten Insel Neuseelands. Einzig die Hafenstadt Oban (Halfmoon Bay) ist besiedelt und wird von 400 Menschen bewohnt. Nachdem wir unser Auto auf dem bewachten Parkplatz neben dem Fährhafen abstellten nahmen wir die Fähre von Bluff über die Foveauxstraße nach Stewart Island. Die Überfahrt war ruhig, was keinesfalls immer der Fall sein muss (dazu aber später mehr). Nach ca. einer Stunde auf Stewart Island angekommen, suchten wir das vom DOC betreute Visitor Center auf, um uns für den Rakiura Track anzumelden. Wir hatten Glück und es waren noch freie Plätze auf den Hütten des Tracks verfügbar, da dieser auf 24 Personen pro Tag begrenzt ist.
Wieder in der Halfmoon Bay angekommen versuchte Marius nochmal sein Glück um an der Ferry Wharf einen Fisch zu fangen, jedoch blieb er erfolglos und fütterte die Fische lediglich mit seinem Haken. Wir kauften uns die Fahrkarte zurück von Stewart Island nach Bluff und wollten noch eine Portion Fish & Chips zu uns nehmen, doch leider hatte das kleine Fischrestaurant von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr geschlossen. Das Leben auf Stewart Island ist zwar ziemlich rau doch die Uhr tickt deutlich ruhiger als anderswo auf der Welt. So kann es auch schon einmal vorkommen das die Fähre auf der rauen Foveauxstraße nicht fahren kann. Für derartige Situationen gibt es im Fährgebäude ein kleines Cafe mit gemütlichem Aufenthaltsraum für die Passagiere. So gönnten wir uns dort eine heiße Schokolade und ein kleinen Snack. Obwohl die See an diesem Tag ziemlich rau war, verkehrte die Fähre dennoch ohne Verzögerung. Bis zu 7 Meter hohe Wellen führten zu Marius Seasickness, alles weitere erspare ich euch lieber
Am Sonntag (21.02.2010) hieß es um 6 Uhr aufstehen, um von Christchurch zum Arthurs National Park zu fahren wo der Avalanche Peak Track auf uns wartete. Gemeinsam mit Mirco, Michael und Sebastian machten wir uns um Punkt 7:00 Uhr im Nissan Sunny los. Zwei Stunden später erreichten wir auch schon das 140 km entfernte Arthurs Pass Village an den Südalpen der Südinsel Neuseelands (Southern Alps/Kā Tiritiri o te Moana) mit seinem bekannten Bahnhof, wo auch der Tranz Alpine Train von Christchurch nach Greymouth einen Stop einlegt.
Im Visitor Center meldeten wir uns für den Avalanche Peak Track an, denn falls wir uns bis zum nächsten Morgen nicht zurück melden würden, wird ein Suchtrupp losgeschickt. Der Track wird vom
Wir erreichten die Baumgrenze bei 1.200 Metern, wovon man eine schöne Sicht auf Bealey valley, Cora Lynn Station, Black Range and Mt Bealey hat (wenn das Wetter mitspielt). Die Sonne strahlte von nun an mit ihrer vollen Kraft auf uns ein, was den Aufstieg ziemlich schweißtreibend werden ließ. Trotzdem war es ein unvergessliches Erlebnis und Challange zugleich. Nach 2.5 Stunden erreichten wir die Spitze mit seinen 1.833 Höhenmetern wo schon einiger Wanderer Rast einlegten. Was gibt es hier mehr als eine 360° Sicht, strahlend blauer Himmel und ein selbstgemachtes Sandwich? Kea’s genau, grüne Bergpapageien die alles versuchen um an die leckeren Früchte, Süßigkeiten und was da noch so alles im Gepäck der Wanderer ist, zu kommen. Ohne das ich es bemerkte machte sich einer der beiden, die uns an diesem Tage Gesellschaft leisteten, an meinem T-Shirt zu schaffen, welches ich zum trocknen hinter mich auf die Steine gelegt hatte. Michael rief mir zu und sagte ich solle auf mein T-Shirt acht geben, puh nochmal Glück gehabt. Weniger Glück hatte dagegen Mirco, der eine Banane solange neben sich zu liegen hatte, bis ein Kea mit der ganzen Banane davon flog. Wir lachten uns dennoch halb tod, denn der Kea hatte ziemlich zu tun und das Gewicht der Banane gab die Flugrichtung vor
Nach einer Stunde Rast auf dem Avalanche Peak machten wir uns auf zum Abstieg, welcher auch wieder ohne Verletzungen von allen gemeistert wurde. Ein schöner Track welchen wir in dann 5 Stunden bewältigt hatten. Ein wenig geschafft kehrten wir in einem Cafe ein, wo ich mir ein richtig großes leckeres Eis gönnte. Wir waren früher als erwartet zurück und es blieb noch genug Zeit um den 10 km von Arthurs Pass entfernten Otira Viaduct zu besuchen, welcher 1999 fertig gestellt wurde und über 440 m unsicheres Gelände führt. Aufgrund der Enge des Tales war man gezwungen, ihn mit der außergewöhnlich hohen Steigung von 12-16 % zu errichten.
Neuseeland ist bekannt für seine atemberaubenden Tracks wie beispielweise der wohl berühmteste Wanderweg namens “Milford Track” auf der Südinsel. Aber auch andere Tracks sind zu empfehlen und lange nicht so weit im voraus ausgebucht. Nachdem ich von dem Bank Peninsula Track um Akaroa (nahe Christchurch) gehört hatte, machte ich mich auf den Weg zum Visitor Center von Christchurch um herauszufinden, ob kurzfristig eine Buchung möglich ist. Und wieder einmal stand das Glück auf meiner Seite und es waren vier Plätze für das nahende Wochenende verfügbar. Gemeinsam mit drei Kommilitonen ging es also am Samstag nach Akaroa, um von dort aus den Track über 35km zu bewandern. Wir wählten die sportliche Variante was soviel heißt den Track an zwei Tagen zu bewältigen. Wir hatten dennoch genug Zeit um die malerische Landschaft um Akaroa zu genießen.
Aus zeitlichen Gründen hatten wir uns dafür entschieden den Track an zwei Tagen zu machen. Dies bedeutet man hat jeweils zwei Etappen an einem Tag zu bewandern. Für Sportler und erfahrene Wanderer kein Problem und wir hatten dennoch genug Zeit zum genießen, da die Distanzen nicht zu groß sind. Für Paare oder größere Wandergruppen ist es jedoch besser den 4-Tages-Track zu wählen, da man so mehr Zeit hat, an den fantastischen Plätzen zu verweilen und zu genießen. Allein die Hütten sind so speziell und einmalig, dass es sich lohnt 4 Nächte inmitten der Natur zu verbringen ohne jedoch auf die normalen Dinge des Lebens verzichten zu müssen. In allen Hütten ist fließendes Wasser verfügbar und Lebensmittel können gekauft werden, manchmal sogar frische Eier für ein gemütliches Frühstück.
Nach fast drei Monaten Englischunterricht war es endlich soweit und wir konnten unsere lang ersehnte Reise auf die Südinsel antreten. Bevor es am 15. Dezember jedoch in die Actionreiche Stadt Queenstown ging, waren noch viele Dinge zu erledigen. Martin musste seine ganzen Sachen zusammen packen, da er nach unserer Urlaubszeit in eine Hostfamily wechselte. Daniel konnte sich auf Aniela freuen, denn sie erreichte Auckland am 13. Dezember und die beiden hatten keine Zeit zu verlieren, um soviel wie möglich zu erleben. Gleich am nächsten Tag ging es los, auch wenn Anielas Koffer in Sydney verblieben war. Alles das und noch viel mehr könnt ihr in den folgenden Berichten nachlesen (nach und nach folgen neue Berichte, achtet auf die Links):
Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen des Pinguins, denn wir hatten uns vorgenommen von Christchurch via Oamaru nach Dunedin zu fahren. Gleich Freitag nach der Schule machten wir uns zu fünft, Daniel, Michael (Schweiz), Lubor (CZ), Kate (AUT) und Monica (Schweiz), in Lubors Nissan Primera auf den Weg über den Highway Number 1 in Richtung Süden nach Oamaru. Dort angekommen, drei Stunden dauerte die Fahrt, checkten wir in der “Villa Kunterbunt” ein und erkundigten uns nach den Pinguinen.
So mussten wir also zum “Pinguinstadion”. Warum Stadion? Die Veranstaltung welche wir nun besuchten gleicht einem Naturkino, denn eine große Tribüne mit Sitzplätzen ziert den Strand. Mit Mirkofon ausgestattet erläuterte ein Tourguide das Procedere der Pinguine und wieß uns mehrmals darauf hin, dass keine Fotos gemacht werden dürfen. Nach ca. einer Stunde, es war bereits Stockduster kamen die Pinguine tatsächlich in Scharen an den Strand geschwommen. Glücklicherweise wurden auf dem Gelände einige Laternen installiert, sodass man das Ganze Schauspiel gut beobachten kann. Nun liefen ca. 200 kleine 25cm große Blaupinguine an der Tribüne vorbei
Nun kehrten wir noch auf ein Bier in der wohl einzig offenen Bar in Oamaru ein, bevor es wieder zurück zu der einzigartigen Unterkunft ging. Eine wirklich außergeöhnliche Backpackerunterkunft in alternativen Stil mit kostenlosem Internet und sogar Breakfast for free. Zudem bestand die Möglichkeit eines der zahlreichen Musikinstrumente (Piano, Gitarre, Trommeln etc.) zu nutzen oder gar ein Ölgmälde zu malen, denn die Unterkunft ist gleichzeitig eine Artgalerie. Letzteres nahm Kate in der Nacht von Freitag zu Samstag nach zwei Flaschen Wein doch glatt wahr, um sich die Zeit bis zum Sonnenaufgang morgens am Strand von Oamaru zu vertreiben. Lubor fand sich nach Bier und Wein auch nicht mehr ganz zurecht und schlief auf dem Flur. Alle anderen unserer fünfköpfigen Reisegruppe nutzten die Nacht zum schlafen in gewöhnlichem Stil, um am nächsten Tag fit zu sein, schließlich waren wir auf der Suche nach den seltenen Yellow Eyed Pinguinen.
Gegen 10:30 Uhr machten wir uns weiter in Richtung Dunedin und folgten der etwas längeren aber dafür viel schöneren Küstenstraße in Richung Süden, wo wir an einsamen Stränden öfter mal einen kurzen Stop einlegten. Unser erstes Ziel für den Samstag waren die Moeraki Builders, vier Millionen Jahre alte Steinkugeln, welche direkt am Strand der Ostküste liegen. Nice to know und wirklich sehenswert! Weiter ging es für uns zum Shag Point wo Seerobben aus nächster Nähe beobachtet werden können. Zum Teil waren die für uns jederzeit friedvollen Geschöpfe nur einige Meter von uns entfernt, sodass einige schöne Fotos die Belohnung waren. Es machte wirklich viel Spass diese schnellen und geschicklichen Tiere in ihrer natürlichen Lebensweise zu beobachten. Eigentlich bekommt man an diesem Ort auch Yellow Eyed Pinguins zu Gesicht, jedoch hatten die niedlichen Vögel an diesem Tag wohl eine Huntingtour gebucht und standen nicht zur Verfügung. Geduld ist eben alles und wir sollten später auch noch dafür belohnt werden. Ersteinmal ging es für uns jedoch weiter nach Dunedin, wo wir wie immer als erstes unsere Unterkunft sicherten. Nichts ist wichtiger als nachts ein richtiges Bett zum schlafen zu haben, auch wenn dies meistens nur für wenige Stunden genutzt wird.
An der Touristeninformation erkundigten wir uns nach den Pinguinen und buchten eine Tour auf der Halbinsel Otago Peninsula, wo neben Pinguinen und Seerobben auch die einzigste Albatrosskolonie auf einem Festland zu finden ist. Gleich im Anschluss machten wir uns auf den Weg, denn die Tour startete schon eine Stunde später. In der ganzen Hektik vergaßen wir jedoch die Tankanzeige zu checken, sodass kurz nach erreichen der Halbinsel auch schon die Reserveleuchte zu leuchten anfing. Natürlich war weit und breit auch keine Tankstelle, wie das immer so ist. Egal wird schon reichen dachten wir uns…! Wir waren gut in der Zeit und erreichten den Pinguin Place früher als erwartet, sodass wir noch schnell zur 4km entfernten Albatrosskolonie fuhren und damit das Ende der Otago Peninsula Halbinsel erreichten. Dort bekamen wir die wirklich riesigen Albatrosse zu Gesicht. Der Anblick eines vorbeigleitenden Albatross ist unvergesslich: Getragen von schlanken Flügeln, deren Spannweite mehr als drei Meter betragen kann, erreicht der Königsalbatross im Sturzflug eine Geschwindigkeit von über 115 km/h. Mehr zu den Vögeln gibts auf der
Wieder zurück an dem Pinguin Place angekommen, startete die Tour durch eine Farm, wo die vom aussterben bedrohte Art der Yellow Eyed Pinguins nahezu ungestört Nisten und Jungen aufziehen kann. Nach einem kurzen Vortrag brachte uns ein kleiner Bus über einen Hügel an das Naturreserve. Präperierte und zum Teil mit Netzen verdeckte Gräben führten uns “Undercover” durch das Reserve, wo wir an einigen Stellen einen Meter dicht an die Pinguine herankamen ohne das sie uns bemerkten. So konnten wir das Eine oder Andere schöne Foto, ohne Blitz versteht sich, von den niedlichen Gechöpfen machen. Seht selbst unter
Der erste Wochenendausflug im neuen Jahr und zudem auch noch der erste ohne Daniel, sollte mich an die Westküste Neuseelands führen. Schon am Freitagnachmittag machte ich mich mit 4 Freunden vom Kaplan Collage aus Auckland auf den Weg nach Raglan. Das etwa 180km südlich von Auckland gelegen und rund 3.000 Seelen Fassende Städtchen zählt zwar, gemessen an den anderen Sehenswürdigkeiten die wir auf unseren Reisen durchs Land bisher schon bewundern durften, nicht zu den bekanntesten Orten Neuseelands, ist aber bis weit über die Landesgrenzen ein Geheimtipp für Surfer! Genau aus diesem Grunde wollten auch wir die sich uns bei sommerlichen 26 Grad bietende Gelegenheit beim Schopfe packen und buchten einen 2tägigen Surfkurs in der „
Noch bevor wir am Freitagabend unsere im malerischen Ambiente gelegene
Nachdem wir mit passenden Neoprenanzügen und den uns farblich von all den anderen Surfern hervorhebenden Surfboards versorgt wurden, konnten wir bis mittags auf eigene Faust oder mit Unterstützung der Surflehrer versuchen, die richtige Welle zu finden. Auch wenn uns das sicher in der Mehrheit der Versuche nicht gelungen ist, so hatten wir die wenigen Male in denen wir für vielleicht 20-30Meter mit der Welle surften, dieses unbeschreiblich gute eher coole Gefühl das man nur als Surfer haben kann. Es ist aber nicht nur das spezielle Glücksgefühl das man hat wenn man tatsächlich nur von einer Welle getragen Richtung Strand surft , denn das wäre vielleicht auch mit einem Torerfolg beim Fußball zu vergleiche. Vielmehr ist es das große Ganze bestehend aus: dem Ankämpfen gegen die Kraft der Wellen die einen später tragen sollen, das Warten auf den richtigen Augenblick und die perfekte Stelle, sowie der mit Spannung erwartete Punkt des hinein gleitens in die Welle… die das Surfen zu einem einzigartigen und unvergesslichen Ereignisse machen.
Erst am frühen Nachmittag machen wir uns wieder auf den Heimweg Richtung Auckland. Verschweigen möchte ich an dieser Stelle nicht, dass wir noch vor unserer Rückkehr den scheinbar bekanntesten aber wirklich nicht gerade sehenswerten Vogelpark in Otorohanga besuchten. Außer die einzige wirkliche Attraktion des Parks, 3 hinter dicken Glaswänden gehaltene 