Blackwater Rafting Waitomo Caves New Zealand
TumuTumu Toobing - Blackwater Rafting in den Waitomo Caves Daniel
Um 14:00 Uhr sollte es dann auch soweit sein, die Höhlentour Namens TumuTumu Toobing startete mit 12 Teilnehmern und dem Bus zu einer der zahlreichen Waitomo Caves (Höhlen). Nach kurzem Smalltalk mit den 3 Guides erreichten wir eine kleine Halle inmitten der Berglandschaft, wo niemand eine Höhle vermuten würde. Nun hieß es erst einmal Neoprenanzug und Gummistifel anziehen sowie Helm mit Lampe aufsetzen; Ooops Badehose vergessen, shit it doesn’t matter! Nachdem dann alle die passenden Stiefel gefunden und den Helm richtig eingestellt hatten konnte es auch endlich losgehen. Wie die Astronauten auf dem Weg zum Mond erreichten wir nach 10 Minuten Fußmarsch (wohl bemerkt in Gummistiefeln) ein kleinen Höhleneingang inmitten der Natur. Unsere erste Prüfung für die weitere Teilnahme der Tour stand an: Wer durch den engen Eingang passt kann ist dabei! Die Guides, getrieben von frohem Gelächter, gaben uns die notwendigen Instruktionen für den Abstieg auf der Leiter die durch diese kleine Öffnung führte. Glücklicherweise passten alle durch, auch ich
und der Spass konnte beginnen.
Ohne die Helmbeleuchtung ging jetzt nichts mehr und der Trupp wildgewordener Kumpel stampfte durch Pfützen, hangelte sich durch enge Schlüpflöcher bis zum Beginn eines kleinen Baches, der seinen Ursprung hier in der Höhle fand. Nun erinnerte ich mich was der Guide meinte: “Wer verloren geht kommt früher oder später hier, an einer kleinen Brücke über einen kleinen Fluss in Waitomo, an!” Der kleine Bach wurde nun tiefer und es war faszinierend was die Natur in dieser Höhle geschaffen hatte. Von der Decke hingen Tropfsteine und einige vereinten sich zu einer Säule mit dem Boden. Felsen Spitz wie Messer ragten aus dem Wasser in die Höhe und nun war die Zeit gekommen, wo auch der Neoprenanzug sein Nutzen fand, es ging in das ca. 7°C “warme” Wasser und die Gruppe schwamm durch den nunmehr tiefen Bach unter der Erde. Wir erreichten immer schönere Höhlen und zum ersten Mal konnten wir das eigentliche Spektakel der Waitomo Caves in Augenschein nehmen: aber tausende von Glühwürmchen machten die Dunkelheit zu einem der schönsten Orte die ich bislang mit meinen eigenen Augen geshen habe.
Es lässt sich beschreiben als ein unendlicher Flur mit kleinen LED’s an der Decke, nur nasser und kälter
. Wer nun wollte konnte noch in eine kleine Öffnung tauchen in der nur ein Einzelner Platz fand, aufgrund der Kälte entschieden sich nur Wenige dafür und auch ich gehörte zu den Neugierigen immerhungrigen Naturliebhabern. Diesmal war es ein einzelner Raum für mich allein mit kleinen LED’s (Glühwürmern) an der Decke, einfach unbeschreiblich schön. Nachdem die meisten von uns ziemlich durchgefroren waren, erreichten wir wieder seichtere Ebenen des kleinen Bachlaufs, sodass wir ersteinmal das Wasser aus unseren Gummistiefeln kicken konnten. Wir fanden einen Ort an dem sich alle Teilnehmer sammelten und ihr Helmlicht auschalten sollten. Kurze Zeit später ging uns ein Licht auf und es gab einen umfangreichen Vortrag über das Verhalten der LED’s an der Decke. Wir erfuhren das die Glühwürmchen aufgrund einer chemischen Reaktion und dem daraus resultierenden Leuchtstoff Insekten anlocken die an den klebrigen Fäden hängen bleiben und für die Glühwürmchen als Nahrung dienen. Bei dieser Art von Glühwürmchen handelt es sich entgegen der in Deutschland bekannten Käfer, um eine Fliege, die als Larve meist in Höhlen, aufgrunde der hohen Luftfeuchtigkeit und immer gleichen Temperatur, vorkommt. Das Sekret trug fortan den internationalen Namen shine’s shit und war damit Grundlage für kleine Unterhaltungen innerhalb der Gruppe.
Von dem Wasser war jetzt erstmal weniger zu sehen, sodass nun unsere Kletterkünste gefragt waren. Über Felspalten inmitten der Höhle und durch kleine Öffnungen erreichten wir wieder kleine Pfützen und tiefer werdende Stellen des Baches. Ein weiteres Mal waren unsere Schwimm und Kletterkünste nun im Wasser gefragt und die Felswände näherten sich unweigerlich aneinander an, sodass wir durch ca. 1m breite und bis zu 4m tiefe Passagen wie Hunde paddelten. Wir erreichten einen weiteren Prüfungsort, diesmal bekam jeder Teilnehmer einen Reifen und die Prüfung bestand darin, aus 2 Metern mit dem Reifen unter dem allerwertesten rückwärts in den nun breiteren Bach zu springen. Auch diese Prüfung bestanden alle mit Auszeichnung. Aneinandergereit ließen wir uns nach dem Spektakel von der Strömung des Baches unter der Erde treiben und genossen den Anblick der Glühwürmchen an der Decke. Zwei der Teilnehmer fingen an ein Lied zu singen und was soll ich sagen, es hörte sich richtig gut an, auch wenn ich die asiatische Sprache keinem Land zuordnen konnte. Nun wurde ersteinmal deutlich wie international unsere Gruppe war: englisch, arabisch, koreanisch und deutsch waren die Lieder die das ohnehin unvergessliche Erlebnis noch unvergesslicher werden lassen. Nach der kurzen Entspannungsfahrt wurde es wieder actionreicher und wir schwammen, paddelten, kletterten bis zum Hard Rock Cafè Waitomo, einem kleinen Felsen inmitten der Höhle, an dem uns die Guides warmen Tee und einen Schokorigel zur Stärkung gaben. Und das war sowas von notwendig *bbibbabbibba* . Einige der Gruppe konnten es garnicht erwarten weiter zu kommen und bekamen die Aufgabe den weiteren Weg ausfindig zu machen. Diesmal sollte meine Gelassenheit dazu führen mich von ganz hinten nach ganz vorne durchzuarbeiten, denn ich blieb sitzen und einige Zeit später, nachdem die Gruppe keinen Weg fand, ging es auf Anweisung der Guides in die andere Richtung, nahe meinem Pausenplatz *hehe* .
Nach einer wirklich winzigen Öffnung, ging es nun weiter durch die Höhle mit ihren unbeschreiblichen Facetten. So balancierten wir über Messerscharfe Felsen, die aus dem Wasser ragten bis der Bach wieder tiefer wurde. Nach weiteren Schwimmpassagen bekamen wir wieder einen Reifen, um diesmal auf dem Bauch durch die Höhle zu treiben. Nach einem letzten Marsch erreichten wir den anderen Ausgang der Höhle und der kreisrunde Lichtkegel erstrahlte am Ende. Mit den unbeschreiblichen und soeben gewonnenen Erfahrungen ging es zurück zur Basis, wo wir dann noch eine angenehme heiße Dusche nehmen durften.
Als Fazit kann ich nur sagen, wer einmal in Neuseeland ist, muss dieses Ereignis mitgemacht haben! Es werden Erinnerungen sein die schwer in Worte zu fassen und einfach unvergesslich sind.
