Invercargill
- Bluff - Der südlichste Ort Neuseelands
Mit neuen Freunden an meiner Seite setzte ich am 27.12. die Tour durch die Süd-Insel fort. Nachdem ich Tags zuvor den einzigen verregneten Tag dazu genutzt hatte, den ebenfalls Tränen reichen Abschied von Daniel und Anila zu bewältigen
(wir hatten uns schließlich seit gut 3 Monaten jeden Tag gesehen um die Guten und weniger Guten Moment auf unsere Reise gemeinsam zu erleben), ging die Reise früh am Morgen mit Christoph (Schweiz), Felipe (Kolumbien) sowie Nicolas (Schweiz) weiter.
Als sollte auch der Wetter Gott an diesem Tage gemerkt haben, dass der traurige Moment vom Vortag einem erwartungsvollem gewichen war, so begannen auch die noch am Morgen tief über Queenstown hängenden Wolken zu weichen um uns ein freundliches, ja gar enthusiastisches Ambiente preiszugeben.
Auf unserem Weg Richtung Invercargill, der etwa 200 km entfernten und südlichsten Stadt Neuseelands, konnte ich zunächst nicht viele neue Landschaftliche Highlights erspähen, sodass wir ohne größere Fotopausen schon zur frühen Mittagszeit unser Ziel erreichten. Wir nutzen die Zeit vor der täglichen Prozedur des Eincheckens in unsere Unterkunft dafür, die alte Hafenstadt und Ihre Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
Dazu zählten unter anderem der Watertower (1889 Jh), das Civic Theatre (1906 Jh.), die First Church (1915 Jh.) und der gepflegte Queens Park im Center einer sonst eher rustikal anmutenden Stadt.
Nach unserer späten Mittagspause machten wir uns dann auf zum BLUFF, also den Punkt an der Küstenlinie, der nachweislich als der südlichste begehbare Punkt des neuseelandischen Festlandes ist. Dort Blickten wir, wie auch schon am nördlichsten Punkt Neuseelands, auf gelbe Schilder die mit einer Kilometer Entfernungsanzeige in Richtung der wichtigsten Städte auf den anderen Kontinenten deuten. Auch den Aussichtspunkt vom gleichnamigen Bluff Hill (Motu-pahue) ließen wir uns nicht entgehen und konnten bei herrlichem Sonnenschein sogar Steward Island und deren Ausmaße erahnen. Diese Insel ist zwar mit dem Auto nicht wirklich befahr, jedoch kann man dieses abgeschnitten Naturparadies zu Fuß durchqueren und auch bei Interesse sein Nachtlager dort aufschlagen. Uns fehlte für die notwendige Überfahrt mit der Fähre und den zurückzulegenden Walking-Kilometern leider die Zeit, allerdings wären wir bei den Temperaturen vermutlich auch mit entsprechendem Zeitfenster nicht für eine etwa 8 stündige Wanderung zu begeistern gewesen.
Stattdessen nutzten wir den restlichen Nachmittag um am Rande des gemütlichen Golfplatzes von Invercargill ein Runde Fresbee zu spielen. Wir und auch die einheimischen Golfer nahmen diese durchaus gefährliche Mischung der beiden Sportarten aber mit Humor, so dass der nötige Spaßfaktor für uns kaum größer hätte sein können.
Der Tag endete für unser kleine Gruppe, nach einem gemeinsamen Abendessen in der durchaus zu empfehlenden Accommodation von YHA – Tuatara Backbackers Lodge - am Oreti Beach, an dem wir einen langsamen und farbenfrohen Sonnenuntergang am Südlichsten Zipfel Neuseelands bewundern durften.
