Oban to Port William Hut

Angeln in der Horseshoe BayIn OBAN angekommen meldeten wir uns im Visitor Center für den Rakiura Track an und dann sollte es auch schon losgehen. So ging es durch den kleinen Ort mit seinen 400 Einwohnern zur Horseshoe Bay, wo wir uns entschlossen unser in Invercargill erworbenes Angelzeug zu testen. Dabei handelt es sich lediglich um eine Schnur mit Blei und Haken. Auf einer kleinen Wharf packten wir den Fischköder aus, den wir in Bluff erschnorrt hatten. Wenige Minuten später hatten wir überraschenderweise bereits unser Abendbrot gefangen und es konnte weiter in Richtung Port William Hut gehen. Über die Lee Bay Road ging es zur gleichnamigen Bay an welcher der Rakiura Track beginnt. Marius und ich legten die erste kleine Rast ein, um uns ein wenig zu Stärken und das schöne Wetter zu genießen. Für die nächsten Tage war Regen angesagt (für Stewart Island normal), was auch wieder nur zur Hälfte stimmte. Wenn man einem nicht trauen kann in Neuseeland, ist es der Wetterbericht. Der erste Abschnitt des Rakiura Tracks führt meist an wunderschönen Stränden entlang und so entschlossen wir uns am Maori Beach, durchgeschwitzt wie wir waren, in den Pazifik schwimmen zu gehen. Wir änderten unsere Meinung schnell als wir mit den Füßen im 10°C kalten Wasser standen ;) . Über eine Brücke ging es für uns weiter durch den Regenwald, nachdem wir dann den Magnetic Beach erreichten. Der Strand hat nicht zu unrecht den Namen, denn an Marius Metallarmband sammelten sich kleine Eisenpartikel. Leider stießen wir auf keinen großen Goldschatz und wanderten schnur strax zur ersten Unterkunft auf unserem Track.

Port William Hut - Marius beim Fisch ausnehmen!An der Port William Hut angekommen legten wir unsere Sachen ab und suchten uns eine der zahlreichen Schlafmöglichkeiten (mit Matratzen ausgestattete Dorms). Anschließend filetierte Marius die Fische, welche wir in der Horseshoe Bay gefangen hatten. Mit unserem Gaskocher und einer kleinen Pfanne bereiteten wir den Fisch zu. Es gab also frischen gebratenen Fisch mit Brot. Einige der wirklich netten Wanderer hatten einige der für Neuseeland bekannten Pauamuschel gefangen und mit Zwiebeln gebraten, welche Sie uns zum probieren anboten. Natürlich konnten wir dieses Angebot nicht abschlagen und es war wirklich ein Gaumenschmaus. Frischer geht’s nicht! So schlossen wir schnell Freundschaft und verabredeten uns mit einigen Neuseeländern zum Angeln.

Octopus an der LeineAuf der kleinen Wharf, welche nicht weit von der Port William Hut entfernt liegt legten wir mit unseren Angelleinen los und bekamen einen Riesenoctopus an den Haken. Wir ließen ihn jedoch wieder in die Freiheit, da wir keine Verwendung für den armen Kerl hatten. Jedoch schien er uns irgendwie zu mögen, denn wir hatten ihn zwei weitere Male an der Leine :) . Mit unserer Basis-Angelausrüstung waren wir an diesem Ort jedoch nicht so erfolgreich und fütterten die Fische mehr mit unserem Haken als das wir sie an den Haken bekamen. Das war nicht weiter schlimm denn unsere neu gewonnen Wanderfreunde hatten Angelrouten dabei. Nach einbrechen der Dämmerung war es dann auch endlich soweit, einer der Angler hatte ein ziemlich großen Fisch an der Angel und als dieser in Wharfnähe kam und wir registrierten das es ein Hai war, trauten wir unseren Augen kaum. Da war wirklich ein Hai am Haken, doch leider wehrte er sich so stark das die Sehne riss und er davon schwamm. Unglaublich!!! So mussten wir die Angel reparieren und die Gemüter der aufgeregten Anglergruppe beruhigen. Einige Minuten später war es dann doch wieder soweit und wir hatten den nächsten Sandhai am Haken, diesmal waren wir erflogreich und bekamen ihn auf die kleine Wharf, wo sich 6 aufgeregte Angler tummelten. Ohne lange Zeit zu vergolden gingen die Angeln wieder ins Wasser und kurze Zeit später war der dritte Hai am Haken. Scheinbar war in der kleinen Bucht gerade großes Haifischfressen angesagt. Marius hatten von allen die längsten Arme und holte die agressiven Exemplare auf die Wharf, wo dann schon die erfahrenen Wanderer auf die Weiterverarbeitung warteten. Als Dankeschön bekamen wir zwei schöne Haifilets, die wir uns für den nächsten Tag aufsparten.

Sharks am Magnetic BeachSo ging für uns ein ereignisreicher Tag zuneige und wir konnten es kaum fassen, dass wir wirklich Haie gefangen hatten oder jedenfalls dabei waren. Gemeinsam mit der Kiwi-Wandergruppe nahmen wir die aus und schwatzten ein wenig über unsere Heimat. Nachdem wir all unsere Essenssachen verstaut und an Stellen deponiert hatten, wo kein Possum heran kam schauten wir nochmal ums Haus ob wir etwas interessantes sehen können. Mit entsetzen mussten wir feststellen das es nur so von Possums wimmelte. Am nächsten Morgen waren all unsere gut verstauten Nahrungsmittel samt Haifischfilet glücklicherweise noch da und es gab leckerer Haifischsuppe bei unseren Angelfreunden. Wir hingegen bevorzugten unser alltägliches Nutellabrot ;) .

Bilder Rakiura Track - Oban zur Port Wiliam Hut:

Rakiura Track - Day 1

Von der Halfmoon Bay geht es über einsame Strände und durch den Regenwald zur Port William Hut. An einer kleinen Wharf kann man sich das Abendbrot fangen oder bei Ebbe Paua und Jakobsmuscheln sammeln.

44 Fotos

 

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