Railway Coromandel - Driving Creek
Mit dem Zug durch den Regenwald
Nachdem wir zwei unvergessliche Tage in und um Coromandel erlebt hatten, beschlossen wir am Montag Morgen, aufgrund der nicht eindeutigen Wetterlage, eine Zugfahrt durch den Regenwald nah bei Coromandel Town zu machen. Dies war wiedereinmal eine goldrichtige Entscheidung denn der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Ausgeschlafen machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg zur Driving Creek Coromandel, keine 10 Fahrminuten von unserer Unterkunft direkt in Coromandel Town entfernt. Ohne zu wissen, wann die Züge fahren werden, konnten wir gleich nach Ankunft in die erste Schmalspurbahn einsteigen. Wir können nur jedem empfehlen in den ersten der beiden Züge einzusteigen, wie wir es auch unwissender Weise getan hatten, da sich so die Möglichkeit bietet, den anderen Zug in fantastischen Bildern festzuhalten.
Nun ging es auf der einspurigen Fahrbahn mit dem Zug mitten durch den Regenwald, vorbei an kleinen Dörfern, aus denen uns die Maorikinder zuwunken und atemberaubenden aussichtspunkten, an denen der Lokführer kurze Fotostops einlegte. Mit uns startete zeitgleich ein anderer Zug, welcher uns auf unserer Fahrt immer wieder begegnete. Vorallem für die intosiastischen Fotoexperten im Zug bot sich so die Herausforderung den anderen Zug inmitten des Regenwaldes zu fotografieren. Dies war nicht so einfach, da man immer auf der Hut sein musste, nicht mit seinen Gliedmaßen an einem Baum direkt neben der Fahrbahn hängen zu bleiben. Die zahlreichen Warnschilder erinnerten uns jedoch stets an die lauernde Gefahr, insbesondere vor den 6 Tunneldurchfahrten und dem Double Viaduct. Nach ca. 20 Minuten Fahrzeit erreichten wir den Eyefull Tower, an dem wir eine zehnminütige Fotopause einlegten. An diesem Punkt hatten wir einen fantastischen Ausblick auf die gesamte Umgebung, sodass die Panoramafunktion des Fotoapparates wiedereinmal mehr genutzt werden musste.
Nach fantastischem Ausblick ging es weiter zu einem weiteren Highlight der Strecke. Am Punkt Rima steht der Zug für einen Augenblick wahrhaftig in der Luft und nur die selbstgebaute Hozkonstruktion verhindert schlimmeres! Dafür ist dieses Ereignis dennoch unbeschreiblich, da man direkt aus dem Zug die unbeschreiblichen Umgebung genießen kann und durch den Fahrer während der gesamten Fahrzeit über die wichtigsten Informationen (natürlich in Englisch) in Kenntnis gesetzt wird.
Nun ging es wieder durch das Naturschutzgebiet, vorbei an Kauri, Rimu, Matai, Tanekaha, Mikau Palm und Kanuka Bäumen, zurück zum Ausgangspunkt. Für alle die eine eigene Eisenbahnplatte zu Hause haben, aber auch für jeden Naturliebhaber ist diese Fahrt mit der Schmalspurbahn ein Muss. Jeder Eisenbahnliebhaber lebt auf, wenn der Lokführer anhält und aussteigt um die Weichen von Hand aus umzustellen. Auch die Tunnel und Aussichtsplatteaus sind so liebevoll gestaltet, sodass wir das Ein oder Andere mal dachten, wir fahren auf einer Eisenbahnplatte im Miniaturformat umher. Als Fazit lässt sich nur Sagen: Schmalspurbahnerlebnis mit Natur zum anfassen!
