Shoppen in Singapore - Ein Traum für jeden Sparfuchs

Der zweite Tag im schönen Singapore stand für uns ganz im Zeichen des Shoppings. Da wir die Auswirkungen des Jetlags noch immer nicht restlos überstanden hatten, genehmigten wir uns eine ausreichend lange Nachtruhe bis weit in den Vormittag. Erst gegen 12:00 Uhr verließen wir deshalb unser Appartement (Metropolitan YMCA), um uns eine weitere Attraktion des kleinen Stadtstaates Singapore anzuschauen. Die etwa 5 km lange Orchard Road im Herzen der Metropole gilt als Shoppingmeile schlechthin und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für sein buntes Treiben.
Das besondere ist die Dichte und Größe der dort ansässigen Shoppingcentren (auch Malls genannt). Von den etwa 15 Shopping Centern übertreffen nahezu alle die aus Deutschland üblichen Dimensionen, da Sie nicht nur geschätzte 50 einzelne Stores fassen, sondern auch in ihrer Bauhöhe und in der Ausstattung beeindrucken.
Bis zu 7 geschossige Malls (wie bspw. Singapore Palace), mit verchromten Rolltreppenverkleidungen und anderem stillvollen Interieur (siehe Bilder), sind Superlative die man in Singapur gesehen haben sollte.
Frauenherzen werden bei diesem Anblick sicher auch zukünftig höher schlagen, aber auch wir Männer konnten lange dem Charme der vielen verschiedenen Marken und Labels die sich hier niedergelassenen Läden, nicht wiederstehen. Neben den klassischen wie Versace, Gucci, Chanel, Louise Vietton und Prada (um nur einige zu nennen), gibt es aber auch gerade für das jüngere shoppingwütige Publikum die Möglichkeit das Geld bei Ed Hardy, Quicksilver, Billabong, Adidas, Nike and so on anzulegen. Viele dieser Marken ziehen es vor, sich sogar mehrmals, teilweise mit eigenen riesigen Häusern, auf der Orchard Road zu manifestieren.
Bei all der Größe hatten wir indes trotzdem stets ein entspanntes Gefühl, da auch die vielen anderen Menschen in den Malls keineswegs gestresst oder gar hektisch aufeinander reagierten. Egal wo wir hinschauten, blickten wir in zufriedene und freundliche Gesichter. Das serviceorientierte aber keinesfalls aufdringliche Verhalten der Angestellten, trug sicher ebenfalls seinen Teil zu der uns unbekannten Atmosphäre bei.
Neben der Wohlfühlatmosphäre ist noch die extreme Sauberkeit in und außerhalb der Malls zu erwähnen, denn selbst jeder noch so kleine Platz vor den jeweiligen Centern, noch die kleinste Toilette in den Malls, hat eine eigene Reinigungskraft zugeteilt bekommen. Diese sorgen unauffällig aber gründlich dafür, dass sich die Besucher auf das wesentlich, nämlich das Geldausgeben konzentrieren können
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Das einzige was den Shoppingspaß bremsen könnte, ist (neben der Ebbe im eigenen Portmonee) der wirklich unangenehme Übergang von einem Center auf die Straße und umgekehrt, denn ein Temperaturschied von über 10°C muss erst mal überstanden werden. Man schlendert also wenn möglich, bei etwa 35°C Außentemperatur zunächst nur im Schatten der Häuserwände, um dann in ein auf 21°C abgekühltes Center zu gehen.
Essen waren wir an diesem Tag natürlich ebenfalls in einem der Center. Zum Mittag gab es leckeres vom Inder (Thai Express im „The Herren“). Für jeweils umgerechnet 5€ gab es dort *curry chicken* und *Fisch mit Ei* serviert mit Reis sowie ein Glas Wasser. (das immer kostenfrei mit zum Essen gereicht wird) Doch auch wenn das Essen standesgemäß sehr scharf gewesen ist, gingen wir auf Nummer sicher und orderten die üblichen Softdrings und ließen die Wassergläser unberührt stehen.
Am Abend gönnten wir uns das Essen in einem Sushi Restaurant (Ichiban Shushi im Plaza Singapur). Die Sushi-Meister arbeiteten für alle Besucher sichtbar, direkt in der Mitte des Raumes und portionierten das Sushi auf kleine Teller. Diese wurden dann, auf das um die Arbeitsinsel laufende Band gestellt, sodass sich jeder Besucher nach Wunsch bedienen konnte.
Die Auswahl und die Anzahl der unterschiedlichen Rollen, unterscheidet sich nicht wesentlich von denen der in deutschen Restaurants bekannten Standards. Jedoch kann man bei einem einheitlichen Nigiri Preis (für alle Sorten von Lachs bis zum Thunfisch) von umgerechnet 1,10€ durchaus von einem Preisbrecher sprechen. Auch die Maki’s, Sushimi‘s, California’s waren tendenziell alle um die Hälfte günstiger. Wir nutzten also die Gunst der Stunde uns aßen uns so richtig satt. Sowohl das Ambiente als auch die wunderbar schmeckenden Sushi-Röllchen werden uns dauerhaft in ebenso guter Erinnerung bleiben wie die Orchard Road mit Ihren vielen Shopping Malls. Neben den guten Erinnerungen konnten wir übrigens von einem uns sehr gut bekannten Label zwei Sporthosen und Sportshirt’s zum Vorzugspreis von je 18€ und 24€ sichern. Die Tatsache das wir diese Ausführung auf dem Heimatmarkt noch nie zugesicht bekommen hatten, wunderte uns ebenso, wie die Gewissheit, dass die Sportmarke mit den drei Streifen gleich 3 mal auf einer Straße mit so großen Läden vertreten war…
Wenn diese Situation aber wie in unserem Falle, zu Preisreduzierung von 30% führt, dann fragen wir nicht länger nach dem betriebswirtschaftlichen Sinn, sondern greifen einfach mal zu.
